6.3.2011

Was? Top aus der „Stella McCartney for H&M“-Kollektion von 2005. 100% Seide Made in China.

Warum? Im letzten Kapitel ihres Buchs Anständig essen. Ein Selbstversuch hält Karen Duve ihre Vorsätze für eine Ernährungs- bzw. Lebensweise mit Rücksicht auf die Mitlebewesen fest. Dass das Buch von Karen Duve äußerst lesenswert ist, will hier gesagt sein. Ihr fünfter und letzter Vorsatz hat es mir besonders angetan. Sie schreibt:

Das ist mein fünfter Vorsatz:
5.) Ich konsumiere insgesamt weniger. Und wenn, dann kaufe ich bevorzugt gebrauchte Sachen. Außerdem trenne ich mich im nächsten Jahr jeden Tag von mindestens einem Gegenstand aus meinem Besitz. (S. 321)

Seit der Lektüre des Buchs diskutieren wir, nicht nur am Esstisch, noch mehr über die Herkunft von dem, was wir essen, tragen und besitzen. Es ist schwierig, alles richtig zu machen und kein blinder Konsument zu sein. Irgendwo muss man aber anfangen. Ich weiß, Stella McCartney setzt sich für den Schutz von Tieren ein: „Eine Besonderheit der Kollektionen von McCartney ist, dass sie – als engagierte Tierschützerin und Vegetarierin – ihre Mode als ,vegan‘ bezeichnet. McCartney verarbeitet grundsätzlich weder Leder noch Pelz.“ (Wikipedia) Grundsätzlich gefällt mir ihr Engagement für die Umwelt, das sie auf ihrer Homepage präsentiert. Und wenn ich sage, irgendwo muss man anfangen, dann muss ich es prinzipiell gut finden, dass die Designerin weder Pelz noch Leder in ihren Kollektionen verarbeitet. Aber Seide schon? Über Seide kann ich lesen, dass für ihre Produktion unendlich viele Seidenraupen ihr Leben lassen müssen. „Seidenraupen weben den Seidenfaden, um sich damit in Kokons einzuwickeln. Um die Seide für die Produktion zu gewinnen, müssen die Kokons und damit auch die darin lebenden Raupen gekocht werden. Raupen schütten als physikalische Resonanz auf Schmerzen Endorphine aus. Sie sind sehr empfindsam und entsprechend leidensfähig. Alternativen zu Seide gibt es genügend, so z.B. Nylon, Polyester, Seidenbaumwolle, Rayon, Kunstseide, Mikrofasern etc.“ (NetAP.ch) Wieso muss dieses Kleidungsstück also aus Seide sein? Vielleicht, weil die Produktion billig ist, vielleicht weil es sich gut verkauft. Ich erhalte als Konsumentin nicht sehr viel Wissen über das, was ich da gekauft habe. Aber vor allem: Ich brauche es nicht.

Wohin? In die Altkleidersammlung.

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