4.12.2010

Was? Broschüre „Eisenmangel. Der versteckte Hunger“ von der Vifor AG.

Warum? Die Vifor AG produziert und vertreibt neben Maltofer-Eisenpräparaten auch Eiseninfusionen. Die Broschüre müsste aber demnächst überarbeitet werden (was sie aber natürlich nicht wird), denn eine Studie des Unispitals Zürich zu Eiseninfusionen bei Frauen hat ergeben, dass nur die wenigsten von der Therapie wirklich profitieren. Wie unnötig und teuer die von Ärzten oft empfohlenen Eisentherapien sind, kann man in der NZZ am Sonntag vom 28. November nachlesen. Dort werden das Thema und die Studie von Unispital-Oberarzt Pierre Krayenbühl in einem Artikel über umstrittene Eiseninfusionen mit dem Titel „Eisen macht nicht munter“ erläutert. Der Artikel kommt zum Schluss: „Was in den 1960er Jahren das Kalzium war, ist heute das Eisen. Damals liessen sich Patientinnen in Scharen Kalzium spritzen und fühlten sich danach viel besser. Heute spricht niemand mehr davon.“ Ein älterer, aber auch lesenswerter Artikel aus dem Tages-Anzeiger findet sich hier. Und in einem Artikel in der NZZ aus dem Jahre 2008 kann man sogar lesen, dass die Zahl, die einen zu niedrigen Wert des Eisens im Blut angeben soll, in der Schweiz von Kanton zu Kanton verschieden ist: „Im Kanton Baselland gelten Werte zwischen 30 und 300 Nanogramm pro Milliliter als normal, in Basel-Stadt zwischen 20 und 200. In Bern hingegen liegt der Mindestwert bei 10 (…)“. Das klingt doch wie ein Witz!?

Wohin? Ich fühle mich ausreichend informiert, daher: Altpapier.

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